[the latest at top]
Democracy. Consensus cost much more effort than democracy. It is worth it.
Ideologie der Mitte. Egal wo die Mitte auf jedem breiten Spektrum von der Mehrheit gerade verortet wird, sie ist das Maß aller Dinge. Je weiter man sich davon entfernt, desto falscher liegt man. Die heilige Kuh heißt Kompromiss. Jeder, der einen Standpunkt an einem der Enden einnimmt, ist ein Extremist. Hoch lebe der Kompromiss zwischen den Klimawissenschaftlern und den Skeptikern. Hoch lebe die Neue Mitte. Und hoch lebe die Geschichtsvergessenheit, denn dafür was heute Mitte ist, wurde man vor 30 Jahren aus mancher Volkparteien geschmissen. Was bei uns rechts ist, ist in den USA die Mitte. "Da muss man differenzieren" ist manchmal eben auch ein Totschlagargument dieser Ideologen.
Amerikanische Geschichte von unten. Howard Zinn ist gestorben. Sehr schade. Hatte neulich gerade überlegt ihm was von mir zur Ansicht zu schicken wenn's fertig ist. Den Fänger im Roggen habe ich damals in der Schule nicht verstanden, aber vor ein paar Jahren mal ein sehr intelligentes Interview gelesen. Auch schade.
Wikileaks When wikileaks says everyone has the right to know previously secret information, why do they not feel obliged to reveal their sources, at least the ones they know of?
Life. People. Act as if it does make sense. Know that it does not.
Arterhaltung Denkt bitte daran Remmiedemmie wieder öfter zu benutzen - wäre schade drum!
Gender Leuten, die sich auf unterhaltsame Weise kritisch mit Geschlechterrollen auseinandersetzen wollen, empfehle ich die 50er/60er-Jahre (sic!) Filme von Billy Wilder, z.B. "Das Mädchen Irma la Douce".
Head down The current NIN album has been published under a creative commons license. Download the slip. What a good business model, collecting the email addresses of the fans. Thereafter you can invite them to your gigs and send out offers to limited edition releases etc. I think this is a fair deal.
Mode Immer wenn jemand zeitnah sagt, einfach ruckizucki oder meinetwegen auch ruckzuck denken - gerne auch sagen.
Utopie? Notorisch gutes Nordlicht Konsumpf weist auf die DLF-Sendereihe Was wäre wenn ... hin, die in den letzten Tagen lief. Hör' ich mir mal an.
Mittelalter Empfehle sich mal das Ensemble Nimmerselich anzuhören.
Transferleistung Man nehme einen Spiegel-Artikel zum Thema Muslime, streiche alle Worte bzgl. Islam heraus und lasse Schüler darüber diskutieren und sagen was in den Lücken war.
David Chipperfield Ich habe den Rummel und die Schlangen um das Neue Museum, den's in der letzten Zeit gab, für übertrieben gehalten. Ich nehme es zurück.
Echte Spionagefilme. Habe echte Spionagefilme im Kino gesehen. Sehr überzeugend war der Stasi-Mitarbeiter, der sich als BRD-Agentin "Erika" verkleidet hat, um Situationen realistisch nachzustellen.
PUNZ: Neue Feudalherren. Es gibt eine nicht kleine Personengruppe in Deutschland deren Reichtum unvorstellbar ist. Diejenigen von ihnen, die sich nicht wie Neurreiche aufführen, gerieren sich gar sozial als neue Mäzene. Der deutsche Michel freut sich. Dass es demokratische Alternativen gibt, merkt er nicht. Da ist z.B. dieser Optiker, der alle kleinen Optiker deutschlandweit plattgemacht hat. Jetzt ist er ganz reich und renoviert Schlösser in Schleswig-Holstein. "Toll!" "Die würden ja sonst verfallen!" "Der Staat macht da ja nix!" Symbolisch ist, dass er auch den alten Landsitz von Axel Springer gekauft hat. Dort wo früher der Hubschrauberlandeplatz war, wird jetzt Bioobst angebaut. So nett ist der. Im Nachbardorf hat er auch noch ein zum Gutsgebäude gehöriges Reetdachanwesen vermietet. An den Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein. Apropos, Demokratie.
Greenwashing. Literally. A big fastfood chain is making its greenwashing transparent, i.e. green.
Statussymbol. Habe gerade Rechnungen abgeheftet. Beim Betrachten meiner Unterlagen fand ich Hinweise darauf, dass ich in Besitz eines Autos bin. Ich werde in den nächsten Tagen mal auf der Straße vor dem Haus schauen, ob es noch da ist. Ich meine es war blau.
Kritik berechtigt - falsch argumentiert. Update: Zu folgendem Text fand mittlerweile ein Austausch mit WGN statt. Fazit: Wir haben etwas aneinander vorbeigeredet und beide recht. WGN (Weissgarnix) will in seinem Artikel Taugt I=S zu irgendwas? Mängel des I-S-Gleichgewichtmodells aufzeigen, darlegen weshalb Sparen von Seiten der Arbeitnehmer - entgegen den Behauptuungen der Neoklassiker - nicht die treibende Kraft ist, die zu Investitionen führt und weshalb die Vereinfachungen des Modells zu realitätsfern sind, da Investitionen in Inventories auch als reguläre Investitionen gewertet und so nicht dem Kreislauf entzogen werden.
Obwohl die Schlussfolgerungen, die WGN zieht, zutreffen, weist seine Argumentation an mehreren Stellen grundlegende Fehler auf.
Ziel der folgenden Abschnitte ist es, aufzuzeigen, wie sich die Beziehungen der Flussgrößen im IS-Modell tatsächlich verhalten, was daraus folgt und wo die Mängel des Modells liegen.
Folgende Beziehungen gelten im IS-Modell:
Y (Einkommen) -> C (Konsum) + S (Sparen) [1]
C (Konsum) + I (Investitionen) -> Z (Nachfrage) -> Y (Produktion) -> Y (Einkommen) [2]
Z (Nachfrage) = Y (Angebot) [3]
S (Sparen) = I (Investitionen) [4]
Unterscheidet man nun zwischen unterschiedlichen Marktteilnehmern, so müssen wir einige der obigen Zusammenhänge für die unterschiedlichen Teilnehmer gesondert reproduzieren.
Marktteilnehmer:
* KGU = Konsumgutproduktions-Unternehmer
* KGA = Konsumgutproduktions-Arbeitnehmer
* IGU = Investitionsgutproduktion-Unternehmer
* IGA = Investitionsgutproduktion-Arbeitnehmer
Formel F.2 modifizieren wir nun zu:
C (Konsum) -> Z(KG) (KG-Nachfrage) -> Y(KG) (KG-Produktion) -> Y(KGA) (A-Einkommen) + Y(KGU) (U-Gewinn) [5]
I (Investitionen) -> Z(IG) (IG-Nachfrage) -> Y(IG) (IG-Produktion) -> Y(IGA) (A-Einkommen) + Y(IGU) (U-Gewinn) [6]
F.1 bleibt hingegen für alle gleich, d.h. jeder Marktteilnehmer muss sein Einkommen zwischen Sparen und Konsum verteilen.
WGN BEISPIEL 1
Gehen wir nun das erst Beispiel von WGN durch, müssen wir zwischen den einzelnen Interationen in diesem Kreislauf sorgfältig unterscheiden:
[Iteration 1]
Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50 + 50 + 0 + 0
C + S
= 100 + 0
[Iteration 2]
Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50 + 0 + 50 + 0
C + S
= 100 + 0
Das BIP des Modells ist also 100, nicht 150 wie bei WGN. 100 folgt auch daraus, dass wir am Anfang 100 hineinstecken und es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt.
WGN BEISPIEL 3
[Iteration 1]
Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50 + 50 + 0 + 0
C + S
= 100 + 0
[Iteration 2]
Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50 + 0 + 50 + 0
C + S
= 95 + 5
[Iteration 3]
Y(KGA) + Y(IGA) + Y(KGU) + Y(IGU)
= 50 + 5 + 45 + 0
bzw.
= 50 + 0 + 45 + 5
oder irgendwas dazwischen.
D.h. die Savings (S) sind nicht weg, sondern gehen - neben dem Konsum (C) in die Nachfrage (Z) ein (siehe F.4 & dann F.2).
D.h. das BIP gemessen am Gesamteinkommen ist die ganze Zeit konstant.
Die gleiche Rechnung gilt auch für WGNs Beispiel 2, da es ja im Modell nur einmal Konsum und einmal Savings gibt, d.h. es egal ist wer von den Akteuren da was "reinzahlt".
D.h. die Aussage, dass 5 Savings in Inventories verschwinden ist falsch. Dass die Inventories auch als Investments gezählt werden, gilt für das IS-Modell auch nicht.
FALSCHE KRITIK
WGN sagt, dass die Neoklassik sagt, dass Savings die Investitionen bestimmen. Es kann gut sein, dass das von der Neoklassik gesagt wird. Bzgl. des Modells trifft dies aber nicht zu. Keynes hat das S=I Gleichgewicht aufgestellt. Dies kann man aus dem Z=Y (Angebot=Nachfrage) Gleichgewicht herleiten:
I + C -> Z -> Y -> C + S [7]
Wenn man diese Übergänge annimmt, dann kann man vorne und hinten C wegkürzen und I = S folgt. D.h. von der Kausalität, dass I S bestimmt und nicht umgekehrt!
RICHTIGE KRITIK
Das IS-Modell hat mit der Realität herzlich wenig zu tun. Folgende sehr vereinfachende Annahmen werden bei dem Modell gemacht:
1) Es gibt keinen Außenhandel, d.h. die Handelsbilanz ist immer 0.
2) Es gibt keine Inventare (inventory investments).
Gerade der letzte Punkt (2) ist wichtig. Sobald nämlich nicht alle Produktion Absatz findet, d.h. der Markt in jedem Zeitschritt dank Angebot=Nachfrage leergeräumt wird, gilt die dem Modell zugrundeliegende Annahme Angebot=Nachfrage nicht mehr. Im Gegensatz zu allen anderen Größen des Modells sind nämlich die Inventories keine Fluss, sondern eine Bestandsgröße. Dann gilt aber auch F.7 nicht mehr, d.h. I ungleich S. Dies müsste also der Inhalt von WGN Bespiel 3 sein!
Generell macht das Modell keine Aussage über Dynamiken, d.h. darüber, wie sich - wenn in das System ein Ungleichgewicht eingeführt ist - das System wieder ins Gleichgewicht bewegt, insbesondere mit welcher zeitlichen Verzögerung. Das Modell geht also davon aus, das die Ökonomie stets im Gleichgewicht ist. Die Realität sieht so aus, dass diese praktisch nie im Gleichgewicht ist, sondern, wenn man daran glaubt, dass diese Modelle etwas taugen, auf ein Gleichgewicht zubewegen. Die Frage ist also, was macht das System, wenn es also nicht im Gleichgewicht ist, d.h. I=S nicht gilt und investiert werden will, aber nicht genug S da ist. Welche Auswirkungen hat dies wiederum auf die Dynamik?
Ich hab's auch mal zur Diskussion gepostet.
Gas piplines. There is a nice graph with existing and planned gas piplines in Eurasia in the WEO 2009, unfortunately not openly avaiable. Why are my taxes spend for them with them not making their research available? Probably because it's so expensive for them to pay the traffic!
PPP. Public Private Partnership ist ein wichtiges Thema, insbesondere der Einsatz dagegen.
Wandel. Früher sahen Turnschuhe aus wie Autos. Heute sehen Autos aus wir Turnschuhe.
Outsourcing torture. CIA durfte foltern, Litauen dafür der NATO beitreten (Der Standard, 091119).
Afghanistan war. Overview of fatalities in Afghanistan. Depending on country soldiers come from there is a chance between .5% and 5.1% to die. Didn't think that the chance of getting wounded would be so high: 14.3% (US), 18.3% (UK), 23.9% Canada. Also astonishing the ration between NATO (30k), Afghan (163k) and armed hired troups (3k) vs. Taliban (10k).
Fertige Rhythmen. Albumtitel.
Realtime graphing. Asymptotically approaching real time graphing even of rather complex issues.
The big unknown. Scientific models make all kinds of claims. People look at the claims, but ignore the assumptions. Thus, they only get half of the story. Most even take the model to be reality. Dangerous. Peer-review thus is a big helper eliminating at least the most deeply flawed models. Be careful around grey literature.
Now I'm leaving this suburban crowd and moving to LA,
To a big-time record company that will pay the AMA.
Success is just around the bend, you can hear it in my voice,
I wonder if this is the way to Escape From Noise.
--endscape, negativland
Truth is, I thought it mattered,
I though that music mattered!
But does it?
Bollocks, not compared to our people matter.
--Chumbawamba
Der Massenmensch ist per Email zu erreichen. Die Emailadresse und Impressumsinformationen können bei denic oder per whois über die Kommandozeile erfragt werden. Die Grafik rechts von A. Paul Weber trägt den Titel "Schlag ins Leere".
massenmensch.de - seit 1999.